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OMNiBUS - der Kulturverein in Gefrees

Samstag, 2.Oktober

Wirtshauskultur in der Scheune

Gschichtla mit Musik

Die Pflege der heimatlichen Wirtshauskultur war dieser Abend gewidmet, auch ein fester Themenpunkt in unseren Jahresprogrammen. Heuer bestritt die Helmezer "Gschichtlawerkschdod", Autoren und Geschichtensammler aus dem Helmbrechtser Raum den literarischen Teil des Abends. Sie trugen uns Erzählungen und Sagen in heimischer Mundart aus ihrer näheren Heimat vor. Ihre Geschichten, Begebenheiten aber auch persönlichen Erinnerungen reichen von deftigen Wirtshausgeschichten bis hin zu besinnlichen Stimmungsbildern, aktuell aber auch ein, zwei Generationen zurückliegend.
Den musikalische Teil der Veranstaltung wurde von der Kupferberger Schupfn Musik gestaltet.
Die achtköpfige Kapelle bot uns traditionelle fränkische Volksmusik garantiert unabhängig vom Stromnetz!
Von alten Volksweisen bis zu Stimmungsliedern neueren Datums reichte ihr breites Repertoire. Anfangs gaben sie nur Intermezzos zwischen den Vorträgen der "Gschichtla"-Erzähler. Doch nachdem die Literaten mit ihren Vorträgen abgeschlossen hatten spielten sich die Kulmbacher Oberländler regelrecht in Rage, erst als sich kurz nach Mitternacht die letzten Gäste zum Aufbruch bereit machten, gaben auch sie nach!
Auch das Gastro-Team hatte einen guten Anteil am großen Erfolg des Abends: Es wurde kein Aufwand gescheut, typisches Wirtshausessen und deftige Brotzeiten anbieten zu können, eher atypisch aber sind immer unsere freundlichen und gutgelaunten Bedienungen! Ein besonderer Hingucker aber waren die Speisekarten in Form von Ettikletten auf Bierflaschen, nicht von jedem sofort erkannt!
Im Ganzen also wieder ein richtiger Wohlfühlabend, und auch wie immer bei unserem Wirtshaus-Abend überwiegend von Gefreesern besucht.




Freitsg, den 22. Oktober

Christian Springer

Fonsi - Das merkt doch keiner

Mit Spannung erwartenden wir Christian Springer um mit ihm eine wirkliche Größe der bayrischen Kabarett- und Comedy-Szene präsentieren zu können:
Und dann kam er, ganz bescheiden und nur mit kleinem Gepäck bei uns in Gefrees an. Er braucht auch nicht viel Utensilien für seine Paradefigur des Schloßkassier von Neuschwanstein, den "Fonsi". Es reicht ihm eine Uniformjacke, die passende Schirmmütze und natürlich die obligatorische deutsche Beamtenaktentasche. Zur musikalischen Untermalung noch eine Zither, und schon kann er loslegen, der "Fonsi"!
Und er kennt sich aus. Er weiß alles. Er hat immer Recht. Er hat Lösungen für alles.
Sein aktuelles Programm "Das merkt doch keiner" ergänzt er immer am Anfang mit tagespolitischen Themen, wie bei uns mit Gedanken über den (Un-)Sinn tiefer gelegter Bahnhöfe oder die Problematik von Endlagerstätten, sei es nun Atom- oder politischer Müll. Ohne großen Übergang kommt er dann zu den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit, die er als Kassenmann von Schloss Neuschwanstein kennen lernt. So zeigt er viel Verständnis für die Jugend, die nach seiner Meinung Gott sei Dank viel, viel besser ist, als sie schlecht geredet wird!
Oder er malt in bunten Bildern die Möglichkeiten der Integration auf. Er überlässt sie nicht dem Ausländer! Nein, sondern er wird aktiv. Er verpasst dem Minarett ein Zwiebeldach, und aus dem Weckruf zum Gebet macht er einen Andachts-Jodler und schon ist der Islam integriert und bajuwarisiert – so einfach kann´s sein! In Bayern!
Und so erklärte Fonsi der gebannten Zuhörer-schaft in der bis auf den letzten Platz besetzten Scheune die Probleme der Welt, und präsentierte ohne Aufpreis die Lösungen gleich mit dazu!
Ein gelungener Abend mit einem Stargast, der gerne wieder kommen will!



Samstag, 30. Oktober

Da Bertl und I

De letztn beißt der Hund


"Da Bertl und I" – das sind der Schauspieler Herbert Bachmeier und der Musiker, Komponist und Autor Stefan Wählt, die gemeinsam seit acht Jahren ihr Publikum begeistern. Nach eigenem Bekunden ist ihr Auftritt in Gefrees ein eher seltener Ausflug über die Donau hinweg in den "hohen Norden". Sie hatten sich bisher mit ihren Gastspielen auf Altbayern und Österreich beschränkt, und waren daher bei uns auch weniger bekannt.
Nichts desto trotz strömten die Besucher aus Nah und Fern in die Scheune und ließen kaum einen Platz unbesetzt. Da dieser Umstand auch die Künstler positiv überraschte, werden wir sicher auch in den Genuss der Folgeprogramme kommen.
Das Eggenfeldener Künstlerduo bietet seinem Publikum hintersinnige Betrachtungen des Alltags und seiner Probleme sowie Musikkabarett, bei dem die typisch bairische Tuba die Paukenschläge ersetzt. Das ganze wird höchst professionell dargeboten, und auch technisch mit einer ausgefeilten Lichtshow unterstützt. So geben sie den Zuschauern Wechselbäder: Mal als sinnierende Alte beschaulich auf der Gartenbank übers Leben resümierend; um dann wieder, mittels Ferkelohren und –rüssel einfach aber wirkungsvoll ausstaffiert, mit ihrem legendärem "Facki-Rap" die Zuhörerschaft zum Toben zu bringen. Auch vergaßen sie nicht das Publikum bei einem gemeinsamen Lied als Refrainchor mit einzubeziehen.
Und so verging die Zeit wie im Flug, bis schließlich der Abend mit etlichen Zugaben einen würdigen Abschluss fand, und mit ihm das offizielle Veranstaltungsjahr in der Scheune.


Sonntag, den 28.November

Weihnachtsmarkt



Mit besonderer Spannung wurde dieser Markt erwartet: wird sich die neue Örtlichkeit Schulhof –Volkshaushof und Scheunengarten bewähren oder behalten die Unkenrufer recht und die größte Veränderung seit Bestehen des Marktes wird ein Flop?
Aber wir können aufatmen, insbesondere da der Anstoß ja von uns kam! Selbst die größten Zweifler konnten nur kleinere organisatorische Verbesserungsvorschläge vorbringen, aber die breite Masse der Besucher fand den guten alten Weihnachtsmarkt am neuen Platz einfach toll. Natürlich spielte uns auch das traumhaft trockene und über weite Zeit sonnige Wetter in die Hände. Erstmals hat sich unsere Feuerwehr mit dem Betreiben des Verpflegungsstandes ins Boot holen lassen. Dadurch profitieren wir nicht nur beim Aufbau durch deren tatkräftige Unterstützung, auch bietet das Gerätehaus, ebenso wie das Volkshaus den Besuchern die Möglichkeit zum Aufwärmen oder zum Unterschlupf, sollte das Wetter einmal schlechter sein. So ist schon beschlossene Sache, den Ortswechsel bei zu behalten!


Als diesjährige Attraktion hatten wir den OMNIBUS-Stammkünstler MäcHärder engagiert, der das Publikum gewohnt locker mit Alltagsthemen und Lokalkolorit aufheiterte und tapfer trotz kältebedingt klammer Finger viele Jongliereinlagen darbot. Aber unseren Hintergedanken, der Kabarettist könne die Gefreeser in der besucherschwachen Mittagszeit von ihren Kließ wegzulocken hat sich leider nicht erfüllt. Ansonsten lief das bewährte Rahmenprogramm, mit dem Besuch des Belzermertls als Kindermagnet, bestens und reibungslos ab. Allen Mitwirkenden sei herzlich gedankt!
Überschattet und zu einem beschleunigten Ende des Weihnachtsmarktes 2010 führte nicht nur eine plötzlicher Wetterumschwung, sondern vor allem ein Engpass in der Glühweinversorgung. Dieses nicht neue Problem soll ab nächstem Jahr dauerhaft abgestellt werden.
Das Verkaufsangebot unseres Standes stellten fast ausschließlich unsere Hübsch´n, so gab es neben Helgas liebevoll dekorierten Marmeladen unzähliger Geschmacksrichtungen wieder handgearbeitete Dekoartikel aus Horsts Werkstatt, teilweise noch von Karin Dietel malerisch aufgewertet. Die Suppenküche bot in der Mittagszeit eine schmackhafte Lauchcreme-Suppe an, und mit Bratäpfeln konnten wir auch Naschkatzen zufrieden. Am Nachmittag stellten wir überwiegend auf das Ziel Vereinspräsentation ab, es wurde insbesondere der Flyer mit unserem Programm 2011 verteilt. Zu einem bestens frequentiertem Platz entwickelte sich in den späteren Stunden unsere Schneebar, Damit für die hochprozentigen Getränke auch die nötige Grundlage gegeben ist, boten wir noch eine Kesselsuppe vom offenen Feuer an. Insbesondere mit der Auslage eines Flyers, dessen Kerninhalt das Jahresprogramm 2010 war, hoffen wir ein breites Publikum angesprochen und für unseren Verein interessiert zu haben.


Samstag, den 4.12.2010

Weihnachtsfeier für Mitglieder und Freunde



Einstimmung auf die Weihnachtszeit und gleichze0itig den Jahresabschluss des offiziellen OMNIBUS-Programmes stellen den Doppelsinn unserer Weihnachtsfeier dar. In der wie immer liebevoll festlich geschmückten und vollbesetzten Scheune verbrachte die OMNIBUS-Gemeinde ebenso besinnliche wie kurzweilige Stunden. Begonnen wurde traditionell mit einem schmackhaften Mahl: Die bewährte Auswahl von Gansbrust, Hirschbraten und Wiener Schnitzel, pünktlich geliefert von der verlässlichen Metzgerei Walther, vom Gastro-Team in der Scheunenküche achselgerollte Klöße und allerlei mitgebrachte Beilagen ließen wieder keine Wünschen offen.


Für die musikalische Untermalung konnten wir endlich einmal die Gruppe Vielsaitig für unsere Weihnachtsfeier verpflichten. Die drei Musikerinnen, allesamt aus der Gefreeser Region, brachten mit ihrem Zitherspiel und Gesang genau die besinnliche Stimmung in die Scheune, die traditionell der Weihnachtszeit gebührt. Die Künstlerinnen überzeugten trotz ihrer Bescheidenheit mit größten handwerklichen Können, aber auch Herzblut, so dass sich manch einer in einem Konzert wähnte statt bei einem internen Zusammensein. Sie ließen es sich auch nicht nehmen, die OMNIBUSler beim gemeinsamen Singen der weihnachtlichen Pflichtlieder zu unterstützen. Bei Glühwein und Gebäck bereicherte unser Stammerzähler Hans Kind den Abend wieder mit je einer besinnlichen und einer launigen Geschichte den Abend. Auch wurde wieder einer exemplarischen Auswahl verdienter Helfer mit einem kleinen Präsent stellvertretend für alle für das Engagement im abgelaufenen Jahr gedankt. Eine Bescherung der Jüngsten entfiel leider mangels Kinder. Kern des offiziellen Teils war jedoch wieder die Vorstellung des OMNIBUS-Programms des kommenden Jahres, gemeinsam vorgetragen von Erwin Walter und Achim (Telly) Teller, wie gewohnt eindrucksvoll mit einer durch Ton- und Bildeinlagen angereicherten Powerpoint-Präsentation.
Sodann ließen wir den Abend und das Vereinsjahr mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.